Opel Kadett B Caravan 1968

Hersteller:
Opel
Modell:
Kadett
Variante:
Caravan L (Luxus) 5-türig
Baujahr:
1968
Ausstattung:
Handschuhfachbeleuchtung, Laderaumbeleuchtung, Chromrahmen um die Türfenster
Sonderausstattung und Zubehör:
Anhängerkupplung, Dachreling, 1,2l Motor, Zusatzscheinwerfer.


Der fünftürige Caravan L zählt zu den selteneren Formen des Kadett B. Durch den Aufpreis für die zusätzlichen Türen bei Neubestellung wurde zumeist die dreitürige Variante gewählt – und auch die Luxusausstattung (L) hatte ihren Preis.

Die häufig als Handwerker-Fahrzeuge eingesetzten Brot- und Butter- Autos waren nur selten Garagenfahrzeuge. Im täglichen Einsatz wurden die ausgezeichneten Zulademöglichkeiten gern und oft genutzt. Trotz der Robustheit und Zuverlässigkeit der Technik hinterließ die Dauerbelastung des täglichen Einsatzes Spuren, und viele der Kadett B Caravan waren irgendwann verschlissen. Um einen von der Basis her guten Caravan zu bekommen bedarf es also schon etwas Glück.

Allgemeines zum Kadett B

Der Kadett der Baureihe B wurde von 1965 bis 1973 in Bochum gebaut.

Die Karosserievarianten reichten von der einfachen zweitürigen Limousine über die Fließhecklimousine und das Coupé bis zum fünftürigen Caravan (Kombi). Die zweitürige Kadett B Limousine wurde von der Firma Welsch zum Cabrio umgebaut.

Den Kadett B gab es jeweils in der Standard und der Luxusausführung, mit Motorvarianten von 1.1l bis 1.9 Liter.
Besonders beliebte Modelle waren die Rallye-Varianten mit mattschwarzen Flächen auf der Motorhaube und das Kiemen-Coupé mit seinen "Kiemen" an der C-Säule.

Der Kadett B wurde 2 649 501 mal gebaut und konnte zeitweilig den VW Käfer in den Verkaufszahlen schlagen.

1968 – Was für ein Jahr!

1968 war geprägt von den Studentenunruhen – noch heute spricht man vom „Alt-68er“. Während Clementine in der Werbung für Waschpulver warb, wurde in Deutschland die Mehrwertsteuer eingeführt und die Amerikaner starteten den ersten bemannten Apollo-Flug. Das Musical „Hair“ hatte Uraufführung und begeisterte mit Songs wie „Aquarius“ und „Let the sunshine in“. Heintje war mit seinem Album Heintje 35 Wochen in den Charts und begann auch als Schauspieler aktiv zu werden. Deep Purple und Intel wurden gegründet.
Stanley Kubricks „Odyssee im Weltraum“ hatte Weltprämiere. Und Bullit mit Steve McQueen erschien mit einer irrwitzigen Verfolgungsjagd, die nicht nur sehens- sondern auch hörenswert ist.
Italien wurde Fußball-Europameister in Italien, Deutscher Meister in der Fußball-Bundesliga war der 1.FC Nürnberg.

1968 in Lünen

Zu Jahresbeginn: Niederaden wird eingemeindet und gehört nun zu Lünen. Mitte Januar verwandelt ein Temperatursturz Straßen und Plätze in Schlammteiche, für Lippe und Seseke wird Hochwasseralarm gegeben. Die neue Stadtsparkasse an der Graf-Adolf-Straße feiert im Februar Richtfest. Hertie erhielt die Genehmigung zum Bau des Parkhauses.

Im März wird die Fußgängerbrücke über die Kurt-Schumacher-Straße freigegeben und die Rundturnhalle zur körperlichen Ertüchtigung übergeben.

Die Bahn steht unter Strom: Am 21. Mai befährt der erste elektrisch betriebene Zug die Strecke Dortmund – Lünen – Münster.

Am 16. Juni 1968 wird der Lüner Automobilclub gegründet. Parken in Lünen: Am 04. September gibt das Amt für Wirtschaftsförderung (!) einen Stadt-Park-Plan heraus, der dem Parkplatz-Suchenden behilflich sein soll…

Ein schwarzer Tag für Lünen: Am 04. Oktober Unglück auf Achenbach: 17 Bergleute finden den Tod.

Am 24. 10. wird die Sauerlandlinie (Teilstück Dortmund – Lüdenscheid) eröffnet.


Quellen:
Allgemeines 1968: Wikipedia, youtube
Lünen 1968: Stadtarchiv Lünen

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